Veneers – sowohl Komposit- als auch Keramikveneers – können das Erscheinungsbild eines Lächelns vollständig verändern. Sie gleichen Form und Farbe der Zähne aus, schließen Zahnlücken, kaschieren kleine Defekte und sorgen dafür, dass die Zähne wie aus einem Magazin wirken. Damit dieser Effekt über Jahre erhalten bleibt, reicht der Eingriff allein jedoch nicht aus. Entscheidend ist die richtige tägliche Pflege – abgestimmt auf das Material der Veneers und den Lebensstil des Patienten.
In diesem Artikel erklären wir die Unterschiede in der Pflege von Komposit- und Keramikveneers, welche Regeln man direkt nach der Behandlung beachten sollte und was man vermeiden muss, um möglichst lange ein schönes Lächeln zu behalten.
Was sind Veneers – und worin unterscheiden sich Komposit- und Keramikveneers?
Veneers sind dünne „Verblendschalen“, die auf die Vorderseite der Zähne geklebt werden. Ihr Ziel ist die Verbesserung der Ästhetik – sie können Farbe, Form, Länge und Breite der Zähne verändern. Je nach Material unterscheidet man:
- Kompositveneers – aus einem Material ähnlich wie Zahnfüllungen; sie können direkt am Zahn modelliert oder vorgefertigt aufgeklebt werden; sie sind weniger langlebig, aber leichter zu reparieren.
- Keramikveneers – aus hochwertiger Keramik gefertigt, sehr widerstandsfähig gegen Verfärbungen und Abrieb, besonders natürlich im Aussehen; sie sind teurer und erfordern höhere Präzision, können bei guter Pflege jedoch 10–15 Jahre halten.
Warum ist die Pflege von Veneers so wichtig?
Ein Veneer bedeckt nur die Vorderseite des Zahns. Das bedeutet, dass der natürliche Zahn darunter weiterhin anfällig für Karies, Zahnfleischerkrankungen und Beläge bleibt. Tägliche Hygiene ist daher nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern auch der Gesundheit. Zudem kann sich das Material – insbesondere Komposit – verfärben oder bei falscher Behandlung beschädigt werden.
Wie pflegt man Kompositveneers?
• Zähneputzen – sanft, aber regelmäßig
Kompositveneers sind anfälliger für Kratzer und Verfärbungen als Keramik. Daher sollte man eine weiche Zahnbürste verwenden (am besten elektrisch oder Schallzahnbürste) sowie eine nicht abrasive Zahnpasta mit niedrigem RDA-Wert (unter 70).
Zähne sollten zweimal täglich geputzt werden – gründlich, aber ohne starken Druck. Zu aggressives Putzen kann die Oberfläche matt machen und die Verfärbung beschleunigen.
• Färbende Lebensmittel vermeiden
Komposit nimmt Farbstoffe leicht auf – deutlich leichter als natürlicher Zahnschmelz. Deshalb sollte man Kaffee, Rotwein, Rote Bete, Tee und dunkle Saucen einschränken. Nach dem Konsum empfiehlt es sich, den Mund mit Wasser auszuspülen oder die Zähne zu putzen (aber erst nach etwa 30 Minuten).
• Regelmäßiges Polieren
Die Oberfläche von Kompositveneers verliert mit der Zeit ihren Glanz. Daher sollte man alle paar Monate eine professionelle Zahnreinigung mit Politur beim Zahnarzt durchführen lassen. So bleiben die Veneers in gutem Zustand und Beläge werden reduziert.
• Vorsicht bei Essen und Gewohnheiten
Vermeide das Kauen auf harten Gegenständen wie Nüssen, Eiswürfeln, Stiften oder Fingernägeln. Komposit kann leicht abplatzen. Auch Kaugummi (besonders stark klebender) sowie das Öffnen von Gegenständen mit den Zähnen sollte vermieden werden.
Wie pflegt man Keramikveneers?
• Regelmäßiges und gründliches Zähneputzen
Auch wenn Keramik sehr widerstandsfähig gegen Verfärbungen ist, muss sie dennoch gepflegt werden. Zweimal tägliches Zähneputzen sowie die Nutzung von Zahnseide oder einer Munddusche sind unerlässlich. Elektrische oder Schallzahnbürsten liefern meist bessere Ergebnisse als manuelle Bürsten.
Die Zahnpasta sollte mild sein – ohne stark abrasive Partikel. Aufhellende Produkte können den Zement beschädigen, mit dem die Veneers befestigt sind.
• Mundspülungen – ohne Alkohol
Es sollten alkoholfreie Mundspülungen verwendet werden, um die Mundschleimhaut nicht auszutrocknen und die Haltbarkeit des Materials nicht zu beeinträchtigen. Fluoridhaltige Produkte mit beruhigenden Inhaltsstoffen (z. B. Aloe oder Allantoin) unterstützen das Zahnfleisch und sorgen für frischen Atem.
• Mechanische Belastungen vermeiden
Trotz ihrer Haltbarkeit ist Keramik nicht unzerstörbar. Starke Stöße (z. B. beim Sport ohne Mundschutz) können zu Rissen oder Absplitterungen führen. Bei nächtlichem Zähneknirschen kann eine Aufbissschiene notwendig sein, die die Veneers vor Abrieb und Schäden schützt.
Muss man Zahnseide oder eine Munddusche verwenden?
Ja – unabhängig von der Art der Veneers. Die Zahnzwischenräume sind genauso anfällig für Karies und Zahnfleischentzündungen wie bei natürlichen Zähnen. Eine tägliche Reinigung verhindert Plaque und Bakterienansammlungen.
Wenn Zahnseide unpraktisch ist, ist eine Munddusche eine gute Alternative. Sie spült Speisereste und Beläge schonend aus den Zwischenräumen, ohne das Material zu beschädigen. Geräte wie die Smilesonic AquaFlow sind dabei besonders sanft und gleichzeitig effektiv – ideal für den täglichen Gebrauch zu Hause oder auf Reisen.